Aus den Büchern

Unser Dorf liegt im Berner Seeland, zwischen dem Lauf der alten Aare und dem Nidau-Büren-Kanal, ungefähr auf halber Strecke zwischen Biel und Büren an der Aare. Vom 15. bis ins 19. Jahrhundert wurde die damals arme Bauerngemeinde regelmässig von schweren Überschwemmungen heimgesucht. Unter der Leitung von Dr. Johann Schneider (1804 - 1880) aus Meienried wurde von 1868 bis 1878 im Zuge der ersten Juragewässerkorrektion der Nidau-Büren-Kanal erbaut, der weitere Überschwemmungen verhinderte. Den kargen Jahren folgte eine emsige, aufbauende Zeit, in der die Gemeinde Schwadernau zu einem stolzen Bauerndorf heranwuchs.

Die Gemeinde Schwadernau wurde erstmals 1252 als Besitz des Grafen von Nidau erwähnt. 1281 hat der Graf einen Teil seiner Rechte an den Bischoff von Basel übergeben. Die Erben des Grafen, welcher 1375 starb, zerstritten sich in der Folge mit dem Bischoff. 1376 kam es schliesslich zu der Schlacht von Schwadernau, bei welcher die Erben des Grafen siegten. Schwadernau und Nidau wurden darauf "kyburgisch". 1388 ist Nidau - und mit ihm auch Schwadernau - von den Bernern übernommen worden und gehört seitdem zum Kanton Bern.

Die Schreibweise von Schwadernau hat sich mit der Zeit mehrmals verändert und wurde urkundlich wie folgt festgehalten:

1269 Swadernowa
1270 Swadernowe
1280 Swadernouve

Das Wappen von Schwadernau

Das Wappen der Gemeinde Schwadernau zeigt zwei gekreuzte Turnierlanzen. Grund dazu ist ein "ritterliches Fechten", welches sich gemäss Chronik hier im Jahre 1376 zugetragen haben soll. Es ist möglich, dass es sich bei diesem "Fechten" um die Auseinandersetzung der Erben des Grafen von Nidau mit dem Bischoff von Basel gehandelt hat.

Übername "Gnägiwil"

Als der in Schwadernau geborene und heimatberechtige Rudolf Gnägi (3. August 1917-20. April 1985) am 8. Dezember 1965 zum Bundesrat gewählt wurde, führte dies dazu, dass unser Dorf in der ganzen Schweiz bekannt wurde. Noch heute wird unser Dorf manchmal mit dem Ortsnamen "Gnägiwil" bezeichnet.